Um die verschiedenen Standorte des Unternehmens unter einem Dach zusammenzuführen, baute der baden-württembergische Energieversorger eine große Firmenzentrale im Stuttgarter Süden. Das sechzehngeschossige Hochhaus im Industriegebiet Fasanenhof stellt einen weithin sichtbaren Orientierungspunkt dar. Auf einem etwa 62.000 Quadratmeter umfassenden Areal entstanden neben dem Hochhaus für die neue Bürostadt drei Büroriegel, jeweils sechs  Geschosse hoch, und ein siebengeschossiges Forum.

 

 

Zur Stadt zeigt sich der Komplex eher geschlossen, während sich die Höfe dem angrenzenden Wald gegenüber öffnen. Mit der weitläufigen Piazza vor dem Hochhaus wird die Eingangssituation für den großen Komplex eindeutig definiert. Die Empfangshalle ist Zentrum sowohl für das Forum, das den öffentlichen Bereich verkörpert, als auch für die internen Bürotrakte, die sich entlang der Magistrale im ersten Obergeschoss aufreihen.
Treffpunkt der Mitarbeiter und Ort der Begegnung mit Zugang zur Piazza sind das Restaurant und die Cafeteria im Erdgeschoss des Forums. In den Geschossen darüber finden sich vielfältig nutzbare Konferenzräume für Besprechungen und Präsentationen, auch Raum für Veranstaltungen und Ausstellungen ist hier vorhanden.


Als Energieversorger stand die EnBW in der Pflicht, den Bürokomplex umweltfreundlich zu bauen. Die Energie für den Betrieb der Büros wird aus Erdwärmesonden gewonnen. Wärmepumpen dienen der Betonkernaktivierung von Decken und Böden. Zum Energiekonzept gehören weiterhin eine raffinierte Tageslichttechnologie und ein eigenständiges Fassadenkonzept für das Hochhaus, das auf einer Weiterentwicklung des Prinzips der Doppelfassade beruht und gleichzeitig eine hohe gestalterische Wirkung zeigt. Auf diese Weise werden im Vergleich zum geforderten Bürohausstandard rund 40 Prozent der Heizenergie und
60 Prozent der Kühlenergie eingespart.